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Vielleicht hast du es schon auf dem Markt oder bei Instagram und Facebook gesehen. Ich habe für das Wollhandwerk ganz tolle bunte Sockenwolle gefärbt. Die Wolle habe ich diesmal nicht selber gesponnen, sondern von der Schäfereigenossenschaft Finkhof gekauft. Die Wolle aus Süddeutschland ist nicht nur super regional sondern auch noch aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Das finde ich einfach nur unterstützenswert! Vorfärbung mit Reseda Die Wolle habe ich mit Alaun (15%) vorbehandelt. Um es mir mit dem Verlauf einfacher zu machen, habe ich in meiner Färberecke am Küchenschrank eine Art höhenverstellbare Stange montiert. So bekommen die Garne einen schönen Verlauf ohne dabei rumzumaschen. Wichtig dabei ist, das die Garne noch feucht sind. Ich färbe generell immer direkt nach dem Beizen, lasse die Garne leicht auskühlen um sie dann etwas zu wringen. Überfärbung mit Indigo Für die Indigofärbung habe ich eine neue Stammküpe angesetzt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Farben…

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Am Samstag den 27.02.2021 war der erste Selbstgemacht-Markttag dieses Jahres. Ich habe mich darüber besonders gefreut, denn für mich war es mein erster Markt überhaupt und eine ganz neue Erfahrung. Es war sehr aufregend und spannend nun meine Wollfreunde und andere Marktbesucher kennen zu lernen. Dank der großartigen Unterstützung meiner Kolleginnen habe 2 Tische gestellt bekommen, die ich für euch dekorieren durfte.Es war ziemlich kalt, obwohl die Sonne schien. Nur leider stand ich bis zum Nachmittag im Schatten und habe mich umso mehr gefreut, als mein Freund mir mit dem Fahrrad ein paar wärmere Schuhe und ein aufgeheiztes Körnerkissen gebracht hat.Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Markttag und auf alle, die ich am Samstag nicht sehen konnte.Der nächste Selbstgemacht-Markt ist am 27.03.2021 vor der Tischkultur in Karben.

Ich zeige euch heute wie ich mir eine Handspindel aus einfachen Materialien selber gebaut habe. Die nötigen Dinge dafür bekommt ihr aus dem Baumarkt. Für den Wirtel habe ich Modeliermasse aus dem 1-€-Laden benutzt. Was ihr dafür benötigt: 30cm Buchenholzstab 7 – 10 mmSägeSchleifpapierSpitzerHolzbohrerHolzleimMetallhakenModeliermasseLinealGummi oder Startfaden Für die Spindel verwende ich ein ca 30 cm langen Buchenholzstab mit einem Durchmesser von 7 mm. Den Stab spitze ich an der unteren Seite an und runde ihn mit einem Schleifpapier ab. An der oberen Seite bohre ich ein Loch mit meinem kleinsten Holzbohrer. Da mein Haken aber noch schmaler ist als mein kleinster Bohrer fixiere ich den Haken mit einem Tropfen Holzleim im Loch und lasse ihn so trocken. In der Zeit, inder der Holzleim trocknet nehme ich mir ein Stück von der Modeliermasse. Bei mir waren es im frischen Zustand ca. 50 g.Ichhabe die Masse zu einer Kugel geformt um sie…

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Endlich habe ich es geschafft nicht nur die Zeit sondern auch das Wissen übers Indigo-Färben zu finden und kann euch nun meine ersten Indigo versuche zeigen.Ich habe mit dem Buch „Indigo – Anbau, Färbetechniken, Projekte“ von Kerstin Neumüller, Douglas Luhanko gearbeitet. Das Rezept nachdem ich die Färbung erstellt habe ist von Gösta Sandberg. Hier wird zunächst eine Stammküpe angesetzt und mit dieser dann das Färbebad vorbereitet. Besonders spannend fand ich vor allem den Effekt des Farbwechsels. Das Farbbad enthält kaum Sauerstoff, sodas die Fasern in Bad noch grün sind, aber sobald die an die Luft kommen oxidiert der Indigo-Farbstoff innerhalb weniger Sekunden von grün zu blau.

Wenn ich gewöhnlich meine Wolle färbe bleiben die Töpfe nicht selten eine Weile stehen. Ich kümmere mich erst um die Wolle, um das auswaschen und spülen, um das aufhängen und wenn ich dann damit fertig bin, habe ich die Töpfe meist schon vergessen und schon wieder das nächste Projekt im Kopf. Oft komme ich dann Abends oder am nächsten Morgen erst dazu, die Töpfe zu leeren und zu reinigen, wenn schon wieder die nächste Farbe ansteht. Was ich dann beobachte ist, das sich am grunde des Topfes eine Art Substrat gebildet hat und das eigentliche Wasser relativ bis fast vollkommen klar ist. Schon oft kam mir der Gedanke, aber heute hab ich es mal ausprobiert. Ich habe vorsichtig das klare Wasser aus dem Topf geschüttet mit dem ich zuvor mit Hilfe von Zwiebelschalen Wolle gefärbt habe, bis ich fast ganz unten beim „Substrat“ ankam. Diese Flüssigkeit habe ich dann durch…

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Ich hatte das große Glück vom Schäfer aus meinem Dorf eine ganze Ladung Coburger Fuchsschafwolle zu bekommen (und es folgt noch mehr!). Kaum abgeholt konnte ich nicht warten loszulegen. Das Waschen Zunächst habe ich die Wolle in heißem Wasser gewaschen. So heiß wie möglich ist am besten, aber kochen muss sie nicht. Die erste Ladung habe ich mit einem Spritzer Shampoo gewaschen. Das funktioniert wunderbar und das kann man auch machen. Aber nur, wenn man das Wasser danach wegkippt. Anders habe ich es mit den nächsten Protionen gemacht. Hier habe ich das Shampoo weggelassen und einfach nur mit heißem Wasser gewaschen. Das beste daran ist, das man das Wasser prima als biologischen Flüssigdünger verwenden kann. Durch die im heißen Wasser gelösten Schmutz-, Fett- und Ausscheidungsreste wird das Wasser mit wervollen Stickstoffen angereichert. Die Wolle habe ich nun bis zum auskühlen im Wasser liegen lassen. Damit stellt man sicher, das sie…

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An meiner ersten gesponnen Wolle habe ich mich natürlich auch direkt mit dem Färben ausgelassen. Ich habe testweise immer kleine Portionen Wolle mit verschiedenen Materialien gefäbt. Zum Beizen habe ich immer Alaun benutzt. Alaun ist ein gängiges Beizmittel für tierische Fasern. Die Wolle habe ich mit Krappwurzel, Kaffeesatz, Birkenblättern und Avocadoschale gefärbt.

Das erste Vlies das ich versponnen habe stammt von Ouessantschafen auf der Umgebung. Von drei kleinen Schäfchen habe ich die Vliese frisch vom Schaf abgekauft und sie zunächst einmal gewaschen. Sie durften ins heiße Wasser mit Shampoo auf den Balkon. Was sich hier alles für Schmutz löste, hätte ich nicht gedacht. Diese Prozedur durfte die Wolle gleich 3 mal machen. Als sie dann sauber und getrocknet war machte ich mich ans Kardieren. Für den Anfang habe ich mir 2 gewöhnliche Handkarden gekauft. Damit habe ich noch einiges an Dreck aus dem Vlies geholt. Für das Wohnzimmer war es jedenfalls keine Arbeit. Also habe ich mich bei schönem Wetter und Sonnenschein auf meinen kleinen Berliner Balkon gesetzt und stundenlang Wolle kardiert. Die erste Spinnversuche ließen allerdings nicht lange auf sich warten. Sobald die erste Ladung Wolle kardiert war versuchte ich direkt mein Glück mit der Handspindel. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen…

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Hier stelle ich mich und meine Arbeiten vor. Viel Spaß beim Stöbern!

10/10