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Endlich habe ich es geschafft nicht nur die Zeit sondern auch das Wissen übers Indigo-Färben zu finden und kann euch nun meine ersten Indigo versuche zeigen.Ich habe mit dem Buch „Indigo – Anbau, Färbetechniken, Projekte“ von Kerstin Neumüller, Douglas Luhanko gearbeitet. Das Rezept nachdem ich die Färbung erstellt habe ist von Gösta Sandberg. Hier wird zunächst eine Stammküpe angesetzt und mit dieser dann das Färbebad vorbereitet. Besonders spannend fand ich vor allem den Effekt des Farbwechsels. Das Farbbad enthält kaum Sauerstoff, sodas die Fasern in Bad noch grün sind, aber sobald die an die Luft kommen oxidiert der Indigo-Farbstoff innerhalb weniger Sekunden von grün zu blau.

Wenn ich gewöhnlich meine Wolle färbe bleiben die Töpfe nicht selten eine Weile stehen. Ich kümmere mich erst um die Wolle, um das auswaschen und spülen, um das aufhängen und wenn ich dann damit fertig bin, habe ich die Töpfe meist schon vergessen und schon wieder das nächste Projekt im Kopf. Oft komme ich dann Abends oder am nächsten Morgen erst dazu, die Töpfe zu leeren und zu reinigen, wenn schon wieder die nächste Farbe ansteht. Was ich dann beobachte ist, das sich am grunde des Topfes eine Art Substrat gebildet hat und das eigentliche Wasser relativ bis fast vollkommen klar ist. Schon oft kam mir der Gedanke, aber heute hab ich es mal ausprobiert. Ich habe vorsichtig das klare Wasser aus dem Topf geschüttet mit dem ich zuvor mit Hilfe von Zwiebelschalen Wolle gefärbt habe, bis ich fast ganz unten beim „Substrat“ ankam. Diese Flüssigkeit habe ich dann durch…

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Ich hatte das große Glück vom Schäfer aus meinem Dorf eine ganze Ladung Coburger Fuchsschafwolle zu bekommen (und es folgt noch mehr!). Kaum abgeholt konnte ich nicht warten loszulegen. Das Waschen Zunächst habe ich die Wolle in heißem Wasser gewaschen. So heiß wie möglich ist am besten, aber kochen muss sie nicht. Die erste Ladung habe ich mit einem Spritzer Shampoo gewaschen. Das funktioniert wunderbar und das kann man auch machen. Aber nur, wenn man das Wasser danach wegkippt. Anders habe ich es mit den nächsten Protionen gemacht. Hier habe ich das Shampoo weggelassen und einfach nur mit heißem Wasser gewaschen. Das beste daran ist, das man das Wasser prima als biologischen Flüssigdünger verwenden kann. Durch die im heißen Wasser gelösten Schmutz-, Fett- und Ausscheidungsreste wird das Wasser mit wervollen Stickstoffen angereichert. Die Wolle habe ich nun bis zum auskühlen im Wasser liegen lassen. Damit stellt man sicher, das sie…

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An meiner ersten gesponnen Wolle habe ich mich natürlich auch direkt mit dem Färben ausgelassen. Ich habe testweise immer kleine Portionen Wolle mit verschiedenen Materialien gefäbt. Zum Beizen habe ich immer Alaun benutzt. Alaun ist ein gängiges Beizmittel für tierische Fasern. Die Wolle habe ich mit Krappwurzel, Kaffeesatz, Birkenblättern und Avocadoschale gefärbt.

Das erste Vlies das ich versponnen habe stammt von Ouessantschafen auf der Umgebung. Von drei kleinen Schäfchen habe ich die Vliese frisch vom Schaf abgekauft und sie zunächst einmal gewaschen. Sie durften ins heiße Wasser mit Shampoo auf den Balkon. Was sich hier alles für Schmutz löste, hätte ich nicht gedacht. Diese Prozedur durfte die Wolle gleich 3 mal machen. Als sie dann sauber und getrocknet war machte ich mich ans Kardieren. Für den Anfang habe ich mir 2 gewöhnliche Handkarden gekauft. Damit habe ich noch einiges an Dreck aus dem Vlies geholt. Für das Wohnzimmer war es jedenfalls keine Arbeit. Also habe ich mich bei schönem Wetter und Sonnenschein auf meinen kleinen Berliner Balkon gesetzt und stundenlang Wolle kardiert. Die erste Spinnversuche ließen allerdings nicht lange auf sich warten. Sobald die erste Ladung Wolle kardiert war versuchte ich direkt mein Glück mit der Handspindel. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen…

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Hier stelle ich mich und meine Arbeiten vor. Viel Spaß beim Stöbern!

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